Spritzen & Giessen

Auf zu neuen Dimensionen

22.09.2009

Erodieren: Im Oktober 2009 wird Mitsubishis NA-P-Serie erstmals in Europa auf der EMO in Mailand öffentlich präsentiert. Die neuen Drahterodiermaschinen im High-End-Bereich sind von Grund auf neue Maschinen, nutzen aber gleichzeitig die konsequente Weiterentwicklung erprobter und zuverlässiger Technologien.

Mitubishi_1Bei der neuen Generation von Hochpräzisions-Drahterodiermaschinen, die unter der Bezeichnung „NA Essence“ vertrieben werden soll, kommen optische Direktantriebssysteme zum Einsatz, gepaart mit Tubular-Direktantrieben. Dieses einzigartige Konzept soll die Vorteile von Spindelantrieben mit denen von konventionellen Linearmotoren vereinen. Der erhebliche Krafteinfluss des Magnetfeldes auf die Führungen des bewegten Schlittens, ein konstruktiver Nachteil von Linearmotoren, wird laut Mitsubishi vollständig eliminiert. Weiterhin soll diese Konstruktion unnötige Wärmeentwicklung vermeiden, was zu einer sehr guten Energie-Effizienz beiträgt.

Dank des optischen Direktantriebs-systems sollen die neuen Drahterodiersysteme der NA-P-Serie tatsächlich in Echtzeit reagieren. Die CNC-Steuerung kommuniziert über Lichtwellenleiter mit den extrem reaktionsschnellen Antrieben. Selbstverständlich soll die CNC-Steuerung die Signale ebenfalls in Echtzeit umsetzen können.

Die NA-P ist eine Höchstpräzisionsmaschine, die neue Maßstäbe setzen soll in Qualität und Produktivität. Dabei sind die Maschinen der neuen Baureihe beileibe keine „Spezialmaschinen“ mit eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten – dies lässt sich schon an den Baugrößen der beiden Modelle erkennen: Die NA1200P bietet Verfahrwege in x/y/z von 400 x 300 x 220 mm, die NA2400P bringt 600 x 400 x 310 mm mit.

Breites Anwendungsspektrum

Konstruktiv sind beide Maschinen für ein breites Anwendungsspektrum ausgelegt – Mitsubishi_2Drahtdurchmesser von 0,05 bis 0,30 mm können im Standard eingesetzt werden. Bei Oberflächen sind mit dem seriengemäßen digitalen Feinschlichtgenerator Werte von 0,05 µ Ra erzielbar – abhängig von Werkstückmaterial und Schneidhöhe, aber immer mit kostengünstigem Messing-Blankdraht. Dies soll unter anderem dafür sorgen, dass die Maschinen nicht nur effizient, sondern auch äußerst wirtschaftlich eingesetzt werden können. Damit wird die NA-P-Serie besonders auch für den Einsatz in der hochpräzisen Teileproduktion interessant.

Der Generator der NA-P enthält neben dem digitalen Feinschlichtgenerator D-FS weiterhin einen digital gesteuerten AE-Generator (D-AE), der die vertikale Position der Entladungen am Werkstück steuert und damit beste Parallelitäten erzielt.

Hohe Bedienerfreundlichkeit

Traditionell wurde auf Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit besonderer Wert gelegt. Die NA-P ist mit der Avance-Steuerung ausgestattet. Klar und logisch strukturierte Eingabemasken, Bedienung über Maus, Standard-Tastatur und Touchscreen, integriertes elektronisches Handbuch, Programmiersystem sowie Netzwerkfähigkeit sollen das tägliche Arbeiten so komfortabel wie möglich gestalten. Zahlreiche Automatikfunktionen, die für das neue Antriebskonzept optimiert wurden, erleichtern die Arbeit, ohne den Anwender zu irritieren.

Mitsubishi_3Die hervorragende Zugänglichkeit zum Arbeitsbereich ist ein weiterer Pluspunkt: Die NA1200P ist mit einer automatischen Vertikalschiebetür ausgestattet, die NA2400P mit einem Drei-Seiten-Hubtank. Die automatische Drahteinfädelung überzeugt mit ihrer Zuverlässigkeit. Die NA-P ist laut Hersteller kein Sensibelchen, das übermäßig Wartung verlangt, sondern ein für den realen Alltag konzipiertes Höchstpräzisions-Drahterodiersystem.

In Europa weniger bekannt ist das große ökologische Engagement von Mitsubishi Electric. In den Unternehmensgrundsätzen ist der Umweltschutz verbindlich zum Ziel erklärt. Selbstverständlich wurde dies auch bei der Entwicklung der NA-P-Drahterodiersysteme berücksichtigt, insbesondere beim Energieverbrauch. Ein Beispiel dafür ist der resistorfreie Generator der NA-P.

Auch Nebenaggregate können den Stromverbrauch unnötig in die Höhe treiben. Daher setzt Mitsubishi Electric invertergesteuerte Pumpen im Dielektrikum-Kreislauf ein, deren Leistung sich am aktuellen Bedarf der laufenden Bearbeitung orientiert. Im „Stand-by“ werden fast alle Pumpen abgestellt, lediglich eine minimale Dielektrikumszirkulation wird aufrechterhalten.


Verwandte Beiträge