Spritzen & Giessen
Umfassende Transparenz
22.09.2009
Prozessoptimierung: Wenn Unternehmen wachsen, ist es eine Herausforderung, alle Prozesse effizient im Blick zu haben. FĂŒr eine transparente Werkzeugfertigung verlassen sich die Verantwortlichen beim Engesser Werkzeug- und Formenbau in Geisingen auf das durchgĂ€ngige Softwarepaket Segoni.PPMS.
Der Engesser Werkzeug- und Formenbau ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen â im vergangenen Jahr kam der Umzug ins neue BetriebsgebĂ€ude. âIm Schnitt haben wir vorher alle drei Jahre anbauen mĂŒssenâ, erklĂ€rt Heinrich Engesser. Schon frĂŒh setzte der Unternehmer deshalb auf ein PPS-System, um die Prozesse im Betrieb im Blick zu behalten. âAuch eine Zeiterfassung war im Haus, aber die Systeme gingen zum einen nicht sehr weit in die Tiefe, zum anderen waren diese Tools eher Verwaltungswerkzeuge, als dass sich damit das AlltagsgeschĂ€ft aktiv steuern lieĂ.â Heinrich Engesser suchte nach einem System, das sowohl den Werkzeug- und Formenbau als auch die inzwischen stark angewachsene Komponenten- und Teilefertigung abdeckt. âWir suchten nach einer Lösung aus einem Guss, in der die Daten durchgĂ€ngig verfĂŒgbar sind und das die AblĂ€ufe im Unternehmen entsprechend unterstĂŒtztâ, erklĂ€rt Engesser. âNach umfassenden Recherchen fĂŒhrten wir 2006 Segoni.PPMS ein.â
Segoni.PPMS ist jedoch mehr als ein bloĂes Softwaresystem: Es ist ein Organisationssystem, das sehr praxisnah auf die BedĂŒrfnisse im Werkzeug- und Formenbau oder bei der Fertigung in kleinen und kleinsten Losen zugeschnitten ist. Das prĂ€gt auch das Unternehmen â die Strukturen werden auch im Arbeitsalltag sichtbar.
Struktur des Datensystems spiegelt sich auch im Arbeitsalltag wider
Beispielsweise bei den Regalen, in denen Rohmaterial jetzt ĂŒbersichtlich geordnet und beschriftet lagert, aber auch bei den Betriebsmitteln oder den Halbfertigprodukten â alles hat seinen Platz. Sowohl im Regal als auch virtuell im System. Arbeitskarten, die alle WerkstĂŒcke begleiten, und Barcodescanner schaffen die Verbindung zum Datensystem.
âNoch ist in unserem Betrieb nicht alles optimal â aber es entwickelt sich in die richtige Richtungâ, betont GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Oexle. Erweitert wird auch das Softwarepaket: So soll Segoni beispielsweise kĂŒnftig ĂŒber ein Tool verfĂŒgen, das beispielsweise den lĂŒckenlosen Lebenslauf eines Werkzeugs nachvollziehbar gestaltet. âFĂŒr uns immens wichtig â denn genau das mĂŒssen wir auch gegenĂŒber unseren Kunden dokumentierenâ, erklĂ€rt Oexle. Auch die Angebotsverfolgung ist beim aktuellen Release vereinfacht und konsequent durchstrukturiert worden.
Kein WerkstĂŒck ohne Arbeitsplan
âBei uns lĂ€uft kein WerkstĂŒck mehr ohne Arbeitsplan durch die Fertigungâ, betont
Engesser. Schon beim Kalkulieren eines Werkzeugs werden alle notwendigen ArbeitsgĂ€nge grob im System erfasst. Sobald dann ein Angebot zum Auftrag wird, können die Werkzeuge bis auf Positionsebene exakt geplant werden. So können unmittelbar die ArbeitsplĂ€ne ausgedruckt werden, die Daten mĂŒssen nicht neu erfasst werden.
Segoni.PPMS fĂŒhrt alle fĂŒr einen Auftrag benötigten Ressourcen zusammen â Rohstoffe, MaschinenkapazitĂ€ten, Betriebsmittel, Arbeitskraft. âDas hat den Vorteil, dass ein so durchgeplantes Werkzeug in der Fertigung behandelt werden kann wie jeder Lohnauftragâ, erklĂ€rt Oexle. âDamit lĂ€sst sich ein Werkzeug entsprechend eintakten, die einzelnen Herstellungsschritte können optimal in die AblĂ€ufe integriert werden. Wir können so im Werkzeugbau Vorteile adaptieren, die wir in der Einzel- und Kleinserienfertigung schon immer gehabt haben. Die einzelnen Teile eines Auftrags können kreuz und quer durch die jeweils notwendigen ArbeitsgĂ€nge laufen â das Organisationssystem sorgt dafĂŒr, dass bei der Montage alles termingerecht vorliegt. So ist eine optimale Planung möglich, und wir können unsere Maschinen weit besser auslasten als zuvor.
Umdenken gefordert
Die Segoni-Philosophie erforderte allerdings ein Umdenken: âWĂ€hrend frĂŒher die Idee von einem Werkzeug vielfach oft erst gereift ist, wĂ€hrend die einzelnen Komponenten schon zerspant wurden, ist es jetzt unerlĂ€sslich, dass ein Werkzeugprojekt von Anfang an auch im Detail durchdacht wirdâ, erklĂ€rt Oexle. âUnd zwar inklusive aller relevanten Termine. So werden böse Ăberraschungen vermieden, wenn etwa eine wichtige Komponente ,vergessenâ wurde.â
Die Nachkalkulation in Segoni.PPMS bringt es an den Tag: Abweichungen beim Zeitbedarf, aber auch Fehler im Prozess und Schwachstellen in der Fertigung lassen sich im Soll-Ist-Vergleich gezielt aufdecken, um einen systematischen Verbesserungsprozess zu initiieren.
Das Segoni-System plant die Durchlaufzeiten â an einem Zeitstrahl lĂ€sst sich der Fortgang eines Projekts genau verfolgen. LĂ€uft etwas nicht wie geplant, sorgt ein zuverlĂ€ssiges âFrĂŒhwarnsystemâ dafĂŒr, dass rechtzeitig und schon in einer frĂŒhen Phase gegengesteuert werden kann.
Auch wenn zunĂ€chst seitens der Mitarbeiter Vorbehalte aufgrund des hohen Transparenzgrades existierten â inzwischen wird Segoni.PPMS durchwegs als groĂes Plus empfunden, da es bei einfachster Bedienbarkeit ein hohes MaĂ an Sicherheit gibt, ohne zu entmĂŒndigen: âWir haben sehr schnell klar gemacht, dass es nicht darum geht, die Mitarbeiter zu kontrollieren, sondern die AblĂ€ufe zu verbessernâ, betont Engesser. âUnd die Vorteile fĂŒr jeden Einzelnen liegen auf der Hand: Die Meister beispielsweise mĂŒssen nicht mehr alle AblĂ€ufe im Kopf haben â so bleibt mehr Zeit fĂŒr die Details am Werkzeug. Und die Mitarbeiter haben mehr Möglichkeiten, sich ihre Arbeit eigenverantwortlich einzuteilen und innerhalb der von den Terminen der Kunden vorgegebenen Zeitfenster selbst zu organisieren. Sinnvoll etwa, wenn es darum geht, die Auftragsabfolge vor Ort im Hinblick auf die RĂŒstarbeiten zu optimieren.â
Keine RĂŒckfragen mehr
Segoni stellt jederzeit alle relevanten Informationen bereit â so erĂŒbrigen sich die meisten RĂŒckfragen. âDie hohe Transparenz bringt Entspannung ins Unternehmenâ, erklĂ€rt Engesser. âUnd der konsequente Einsatz von Segoni.PPMS, den alle Mitarbeiter unterstĂŒtzen, fĂŒhrt zu besseren Entscheidungen, zu höherer QualitĂ€t unserer Produkte und letztlich zu mehr Sicherheit fĂŒr unsere Kunden.â Rw
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