Branche

Maschinenhersteller mit Zuversicht

06.11.2009

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sehr stark betroffen: „Im ersten Halbjahr 2009 sind nach dem Boom der vorangegangen Jahre alle Kennzahlen tief ins Minus gerutscht“, erklĂ€rte Carl Martin Welcker, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), zur Pressekonferenz des Verbands im Oktober. Der Auftragseingang ging um 67 Prozent zurĂŒck. Die Produktion sank im ersten Halbjahr um ein FĂŒnftel, ebenso der Export.

Branche_1Einziger Lichtblick waren die Ausfuhren nach China, seit einigen Jahren der grĂ¶ĂŸte Markt fĂŒr deutsche Werkzeugmaschinen. Der Auftragsbestand lag im Juni dieses Jahres bei 5,9 Monaten, die KapazitĂ€tsauslastung im Juli bei 65,9 Prozent auf historisch niedrigem Niveau. Die Zahl der Mitarbeiter ist seit dem Höchststand im Oktober des vergangenen Jahres um rund 3000 auf 70 500 Ende des ersten Halbjahres gesunken.

Dennoch mehrten sich nach EinschĂ€tzung des VDW die Anzeichen fĂŒr eine Besserung. DafĂŒr sprĂ€chen die verfĂŒgbaren Klimaindikatoren und die verbesserten Prognosen verschiedener Wirtschaftsinstitutionen, die ihre Erwartungen fĂŒr das Bruttoinlandsprodukt und die Industrieproduktion im kommenden Jahr heraufgesetzt haben.

Zugpferde werden demnach Asien und SĂŒdamerika sein. Insbesondere in China und Indien sind die Investitionen weniger stark in Mitleidenschaft gezogen worden und sollen im kommenden Jahr nach Vorhersagen der Wirtschaftsforscher kraftvoller anspringen. Fraglich ist indes zum jetzigen Zeitpunkt, wie nachhaltig eine gesamtwirtschaftliche Nachfrageerholung mit nachlassender oder verzögerter Wirkung der milliardenschweren Konjunkturpakete ausfallen kann.


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