Branche
Massivumformer vorsichtig optimistisch
16.02.2010
Für die ersten drei Quartale 2009 weist die Statistik des Industrieverbandes Massivumformung e. V. einen Umsatzeinbruch von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus, sowohl real, gemessen in gelieferten Tonnen SchmiedeÂteile, als auch nominal in Euro. Dieser Wert ist geprägt von den starken Rückgängen im Bereich der Fahrzeugindustrie, deren Zulieferer in der Verbandsstatistik stark repräsentiert sind. Bezogen auf den Gesamtmarkt liegt der Rückgang laut Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes nach zwei Quartalen real bei 44 Prozent und nominal bei 35 Prozent.
Der Markt dürfte Ende des ersten bis Anfang des zweiten Quartals seinen Tiefpunkt erreicht haben. In Verbindung mit dem erwarteten Basiseffekt im letzten Quartal besteht daher die Hoffnung, dass auf Jahressicht der Geschäftseinbruch auf etwa zwei Drittel des Vorjahresniveaus begrenzt werden kann. Diese Entwicklung stellt die Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Die Meldungen über Insolvenzen halten sich angesichts der prekären Marktentwicklung bislang noch sehr in Grenzen.
Die Unternehmen der Massivumformung sind häufig als Familienunternehmen geführt. Das bringt eine hohe Flexibilität und unternehmerische Handlungsstärke mit sich. Es wird in den kommenden Monaten darauf ankommen, die bevorstehende Wachstumsphase vorzubereiten, indem rechtÂzeitig der Zugang zu frischer Liquidität gesichert wird. Wenn es gelingt, die wichtigsten Risiken zu begrenzen, können die Unternehmen der Massivumformung in Deutschland, die klarer Marktführer in Europa und weltweit nach China Nr. 2 sind, gestärkt aus der schweren Krise hervorgehen. Insgesamt dürfte die Produktion der Branche in diesem Jahr wieder wachsen, allerdings sehr unterschiedlich je nach Marktsegment. Im Durchschnitt dürfte ein Zuwachs von 2 bis 5 Prozent erreichbar sein.
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