Branche

Audi-Werkzeugbau arbeitet jetzt synchron

04.05.2010

Der Werkzeugbau der Audi AG investierte am Standort Ingolstadt insgesamt 45 Mio. Euro unter anderem in ein Erweiterungsgebäude und das neue synchronisierte Produktionssystem: Sämtliche Arbeitsschritte sollen damit perfekt aufeinander abgestimmt ablaufen und einen noch schlankeren und effizienteren Produktionsprozess ergeben. Der Audi-Werkzeugbau hat in der Wertschöpfungskette des Unternehmens eine Schlüsselfunktion inne.

Er verantwortet in hohem Maße die Hochwertigkeit der Außenhautbleche und damit der Karosserien. Das synchronisierte Produktionssystem, das von einer neu entwickelten Software gesteuert und überwacht wird, sorgt für einen transparenteren, schnelleren und stringenteren Materialfluss. Dabei gelten ähnliche Prinzipien, wie sie in den klassischen Produktionsbereichen Anwendungen finden, angepasst an die spezifischen Gegebenheiten des Werkzeugbaus. Der Erweiterungsbau schließt unmittelbar an den bereits bestehenden Werkzeugbau im Werk Ingolstadt an. Der gesamte Gebäudekomplex bedeckt nun eine Fläche von mehr als 35 000 m² – das entspricht fünf Fußballfeldern. Die Brutto-Geschossfläche des Neubaus beträgt 10 230 m² und verteilt sich auf je etwa 1150 m² Bürofläche auf vier Etagen und 5630 m² Werkstatt einschließlich Aufenthaltsräumen. Zu den Highlights der technischen Ausstattung im Erweiterungsbau gehört ein automatisches Platinenlager, das als Hochregallager Platz für 500 Tonnen Material bietet. Zwei neue Portalkräne, die auf 35 m Länge unter der Decke laufen, können bis zu 50 t Last befördern. Der Audi-Werkzeugbau genießt in der Branche einen exzellenten Ruf und nimmt im internationalen Wettbewerb eine Führungsrolle ein. Rund 900 Mitarbeiter sind allein am Standort Ingolstadt im Werkzeugbau beschäftigt, im gesamten Unternehmen sind es rund 1700 Mitarbeiter.


Verwandte Beiträge