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Bestellungen deutscher Werkzeugmaschinen ziehen krÀftig an
19.05.2010
Im ersten Quartal 2010 ist der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie krÀftig angezogen. Insgesamt stiegen die Bestellungen von Januar bis MÀrz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent. Die Inlandsnachfrage stieg um 25 Prozent, die Auslandsorders legten um 54 Prozent zu.
âNach dem guten Jahresauftakt bleibt abzuwarten, inwieweit diese erfreulichen ZuwĂ€chse auf den weiteren Jahresverlauf ĂŒbertragbar sindâ, kommentiert Dr. Wilfried SchĂ€fer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. âSehr positiv werten wir, dass Service- und ErsatzteilgeschĂ€ft stark zugenommen haben. Unsere Kunden arbeiten wieder mit ihren Maschinen. Das wird ĂŒber kurz oder lang auch Neuanschaffungen nach sich ziehen.â
In der Branche macht sich etwas mehr Optimismus breit. Die KapazitÀtsauslastung ist im April auf 71,6 Prozent gestiegen nach 67,6 Prozent im Januar dieses Jahres. Der Auftragsbestand hat sich ebenfalls erhöht auf 6,6 Monate im Februar 2010 nach 5,6 Monaten im Oktober des vergangenen Jahres. Die Zahl der BeschÀftigten hat sich zu Beginn des Jahres bei rd. 64 300 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gefestigt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von rd. 11 Prozent.
Keinesfalls ist die Branche jetzt schon ĂŒber den Berg. Das Ordervolumen bewegt sich im Vergleich zum Spitzenjahr 2008 nach wie vor auf niedrigem Niveau. âGanz groĂe Sorge macht den Unternehmen die LiquiditĂ€t, sowohl bei ihren Kunden als auch bei sich selbstâ, ergĂ€nzt VerbandsgeschĂ€ftsfĂŒhrer SchĂ€fer. Es fehle einfach an genĂŒgend Geld zu marktĂŒblichen Konditionen, mit dem die AuftrĂ€ge vorfinanziert werden können. Hinzu kĂ€men deutlich gestiegene GebĂŒhren bei den Kreditausfallversicherungen. Fehlende LiquiditĂ€t könne im Extremfall dazu fĂŒhren, dass im beginnenden Aufschwung nochmals Personal abgebaut werden mĂŒsse, obwohl es eigentlich benötigt werde.
Bis der Auftragseingang jedoch zu Umsatz wird, vergehen aufgrund der technischen Durchlaufzeiten zwischen drei Monaten im Standardmaschinenbau und zwei Jahren im SondermaschinengeschĂ€ft. Deshalb wird 2010 ein Ăbergangsjahr bleiben. Selbst wenn die Werkzeugmaschinennachfrage weiter so gut lĂ€uft wie zu Jahresbeginn, wird das nicht fĂŒr einen Zuwachs in der Produktion reichen. âDeshalb erwarten wir auch im laufenden Jahr nochmals einen RĂŒckgang von 12 Prozent in der Produktionâ, gibt SchĂ€fer zu Protokoll.
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