Spritzen & Giessen
Der Schlüssel zum Erfolg
04.05.2010
Erodieren: Der oberfränkische Hightech-Betrieb Formentechnik Bayreuth meistert mit der Hochleistungsdrahtelektrode topas plus X von bedra auch schwierigste Konturschnitte in der Drahterosion. Die neue Elektrode war der Schlüssel, um Performance und Prozesssicherheit einen entscheidenden Schritt nach vorn zu bringen.
Bei Formentechnik Bayreuth greifen innovative Technologien wie Lasertechnik, HSC- und Hartbearbeitung oder 5-Achsen-Technik ineinander und sorgen dafür, dass anspruchsvolle Branchen aus Automotive-, Medizin- oder Pharmaindustrie mit hochwertigen Formteilen und Werkzeugen versorgt werden. Anspruchsvolle Werkzeuge für technische Kunststoff- und Mehrkomponententeile sowie Zubehör bilden den Produktschwerpunkt des oberfränkischen Unternehmens.
„Unser Wettbewerbsvorteil liegt vor allem in der exakten Ausführung nach Fertigstellung von Daten und Konstruktion. Wir legen höchstes Augenmerk darauf, dass die Daten und die Ausführung am Werkzeug absolut identisch sind. Nur auf dieser Basis können Präzisionswerkzeuge differenziert korrigiert und die Artikel unserer Kunden final in Toleranz gebracht werden“, erklärt Jürgen Ziegler, Geschäftsführer der Formentechnik Bayreuth. „Das gilt speziell auch für die Artikel-Toleranzen, die im Rahmen der Herstellung erhebliche Präzision im Werkzeug erfordern.“ Kein einfaches Unterfangen, denn Formen und Konturen werden ebenfalls komplexer, wie der Anspruch, Toleranzen, Oberflächen und Gradanforderungen am Fertigteil in immer engere Prozessfenster zu packen.
Im Rahmen der Werkzeugproduktion steht die Formentechnik Bayreuth GmbH deshalb auch immer wieder vor neuen Herausforderungen bei der DrahtÂerosion, denn je höher zum Beispiel die zu schneidende Kontur des Werkstückes ist, desto schneller stoßen gewöhnliche Messingdrähte an ihre Grenzen.
Potenzial der Maschine ausschöpfen
Diese Einfachdrähte sind zwar günstig in der Anschaffung, jedoch nicht unbedingt sehr effizient und prozesssicher. Auch konnte mit ihnen das mögliche Potenzial des vorhandenen Drahtmaschinenparkes bei weitem nicht genutzt werden. Neben der geringen Schneidleistung kann im schlimmsten Fall der Draht reißen, und die Maschine steht still. Darüber hinaus können komplexe Konturen bei mangelhaften Spülbedingungen mit herkömmlichen Messingdrähten oft nur unzureichend oder gar nicht mehr bearbeitet werden.
Um auch bei solch schwierigen Bedingungen höchste und konstante Schneidleistung erreichen zu können, entschied sich Formentechnik Bayreuth deshalb auf Anraten ihres langjährigen spezialisierten Erodierzubehör-Partners Huber GmbH & Co. KG aus Fürth für den Einsatz der Hochleistungsdrahtelektrode topas plus X der Marke bedra von Berkenhoff. Die beschichtete Hochleistungsdrahtelektrode ist eine spezielle Entwicklung des Feindrahtherstellers Berkenhoff für Charmilles-Drahterodiermaschinen. Der neu entwickelte Schichtaufbau dieser Elektrode verspricht hohe Prozesssicherheit und kann selbst in diffizilen Situationen in der Drahterosion und bei schlechten Spülbedingungen eingesetzt werden, ohne dabei zu reißen. In der Praxis bedeutet das: Selbst bei starker Beanspruchung oder Unterbrechung der Spülung soll der topas plus X standhalten und so unterbrechungsfreies Arbeiten der Maschine garantieren.

Klaus Zapf (l.) und Jürgen Ziegler: „DIe Anschaffung des Topas plus X ist für uns langfristig eine sinnvolle Investition.“
Effizienzsteigerung um 40 Prozent
„Unser Partner Huber aus Fürth hat uns mit der Empfehlung der Drahtelektrode topas plus X sowie bei der ersten Anwendung auf unseren Maschinen sehr stark unterstützt“, erklärt Klaus Zapf, Leiter EDV bei Formentechnik Bayreuth. „Zwar haben wir den neuen Draht von bedra erst seit einigen Monaten im Einsatz. Dennoch können wir schon jetzt eine Effizienzsteigerung von rund 40 Prozent in der Drahterosion feststellen – das ist enorm. Selbst bei mehreren Nachschnitten macht sich der Leistungsvorteil noch deutlich bemerkbar.“ Die verkürzten Schneidezeiten sorgen weiterhin auch für einen niedrigeren Drahtverbrauch. „Damit“, ergänzt Zapf, „ist die Anschaffung des topas plus X langfristig eine sinnvolle Investition für uns.“
Der niedrigere Verbrauch sowie die verkürzten Erodierzeiten führen, neben dem gesteigerten Output des bestehenden Maschinenparks, auch zu Kosteneinsparungen, die direkt in die Angebotskalkulation einfließen. Ein Vorteil, der also nicht nur der eigenen Produktivität zu Gute kommt, sondern der auch die Wettbewerbsfähigkeit der Formentechnik Bayreuth GmbH steigert.
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