Trends & Innovationen

Umfassende Kontrolle

22.06.2010

Messsoftware: Blum-Novotest präsentiert eine Weiterentwicklung der Software FormControl. Unter anderem bietet die neue Version 4 jetzt auch die Möglichkeit, eine schnelle Werkstückkontrolle in der Aufspannung auf der Maschine mittels Vermessung und Auswertung geometrischer Standardelemente auszuführen.

Beim Bearbeiten von Freiformflächen ist vor allem wichtig, dass die tatsächliche Kontur eines Werkstücks möglichst exakt mit den theoretischen Werten übereinstimmt. Werden Werkstücke bearbeitet, die geometrische Standard­elemente enthalten, wünschen sich viele Anwender, auch diese direkt auf der Maschine zu überprüfen. FormControl V4 verspricht für beide Einsatzfälle eine Lösung.

Einerseits ist im aktuellen Release wie bei der Version 3 eine Formüberprüfung mittels Erfassung verschiedener Einzelpunkte möglich, wobei eventuelle Abweichungen vom CAD-Modell per Soll-Ist-Methode erkannt werden.

Einfach per Mausklick messen
Andererseits bietet die neueste Softwareversion nun auch die Möglichkeit, verschiedene in Bezug stehende geometrische Elemente einfach per Mausklick zu vermessen und deren Charakteristiken über die integrierten Auswertefunktionen zu überprüfen. Somit werden Bearbeitungsfehler noch in der Originalaufspannung erkannt.

Der Einsatzbereich der Software erweitert sich damit erheblich. Dank der neuen Features können jetzt beispielsweise Maße, Position und Achswinkel von geometrischen Elementen (zueinander oder auch relativ zu einer Maschinenachse) schnell und flexibel erfasst werden. Der Begriff „geometrische Elemente“ umfasst beispielsweise Zapfen, Stufen, Kegel, Kugel, Stege und Nuten.

Auch eine Bestimmung von Kegelwinkeln oder Durchmessern ist einfach möglich. Und mit Hilfe der integrierten Auswertefunktionen gestaltet sich die Überprüfung sehr leicht. Sollen etwa die exakten Koordinaten von mehreren Bohrungen zueinander oder zu einem Referenzpunkt erfasst werden, wählt der Benutzer die entsprechenden Elemente einfach per Mausklick am PC aus. Die Software erkennt dabei anhand der zuvor eingelesenen CAD/CAM-Daten automatisch, um welche geometrischen Körper oder Formen es sich jeweils handelt. Wird nun die Funktion „Abstand“ gewählt, kann festgelegt werden, ob eine Bemaßung relativ zum ersten Punkt/Element (Referenzbemaßung) oder eine Kettenbemaßung ausgegeben werden soll.

Höchstmögliche Flexibilität
Um dem Bediener eine höchstmögliche Flexibilität in der Anwendung zu ermöglichen, können sämtliche Messpunkte eines Geometrieelements werkstückbezogen angepasst werden. Das bedeutet für den Anwender, dass er die Anzahl der Messpunkte auf einer Ebene, die Anzahl und Lage der Ebenen auf einem Geometrieelement und auch den jeweiligen Start- und Zielwinkel festlegen kann. So lassen sich nicht nur die bereits vorgestellten Standardelemente vermessen, sondern auch nur Ausschnitte davon.

Soll beispielsweise ein Werkstück nach der Bearbeitung mit einem anderen gefügt werden, muss die Maßhaltigkeit auf der gesamten Fügefläche gewährleistet sein. Im Falle einer Bohrung oder Nut kann der Anwender das Maß jetzt auf mehreren Ebenen ermitteln. Auf diese Weise lassen sich spätere Überraschungen beim Zusammenbau der Teile ausschließen. Den eigentlichen Messvorgang startet der Anwender per Mausklick. Die Software erstellt dann automatisch das NC-Programm und überträgt es an die Maschinensteuerung. Im nächsten Schritt wird der Messtaster in die Spindel eingewechselt, und die einzelnen Messpunkte werden abgefahren. Die Übertragung der Daten zwischen PC und Steuerung erfolgt über ADIF – die automatische Datenschnittstelle – so dass eventuelle Fehler aufgrund einer manuellen Datenübertragung ausgeschlossen sind.

Bedienung weiter vereinfacht
ADIF managt den kompletten Datentransfer zwischen NC und PC. Das Mess­ergebnis kann dann als Messprotokoll ausgegeben oder grafisch, beispielsweise über farbige Fehlernadeln, auf dem Monitor dargestellt werden.

Auch die bereits einfache Bedienung der Software wurde weiter verbessert. So können einmal erfasste Messaufgaben auch für spätere Referenzmessungen verwendet werden. Dieses Feature kann für eine deutliche Zeitersparnis sorgen, da diese Aufgaben nicht erneut angefahren werden müssen. Außerdem ist es jetzt möglich, Messabläufe einfach per Drag & Drop zu optimieren. Dies kann sehr nützlich sein, wenn der Bediener feststellt, dass die Reihenfolge der Messungen an einem Werkstück noch nicht seinen Vorstellungen entspricht. In diesem Fall verschiebt er einfach die Messpunkte an die gewünschte Stelle im Programm – so lässt sich der komplette Messvorgang im Ablauf optimieren.


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